Aus Liebe zum Mischling (Amor Rafeiro)

Bürger von Almada für ein neues Tierheim.

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Allgemeines

Dem Trend in Europa folgend, hinterfragen viele Portugiesen den Umgang mit Tieren mittlerweile kritisch. Haustiere erfahren eine immer höhere Wertschätzung als Familienmitglied und Freund. Trotzdem werden noch immer viele Hunde und Katzen ausgesetzt und leben in schlechten Verhältnissen, besonders jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Kurzbeschreibung des Projekts

Das Projekt Amor Rafeiro entstand vor einem Jahr in der Kleinstadt Almada in der Nähe Lissabons. Es möchte die Menschen langfristig für die Bedürfnisse und Nöte der Tiere sensibilisieren. Das Hauptziel derzeit ist der Bau eines neuen Mehrzweck- Tierheims in Almada. Dabei arbeitet Amor Rafeiro eng zusammen mit dem Verein Os Amigos de Animais de Almada (AOAAA; Tierfreunde von Almada), der im Stadtteil Aroeira ein Heim mit 240 Hunden unterhält. Neu dabei ist der Verein Onde há gato, não há rato! (Wo es Katzen gibt, gibt es keine Mäuse!). Er kümmert sich um die unzähligen streunenden Katzen im Landkreis Almada nach dem Motto: „Fangen, kastrieren, freilassen und weiter versorgen“.

Wie entstand Amor Rafeiro?

Das Hundeheim von Aroeira existiert bereits seit vielen Jahren unter relativ prekären Verhältnissen und ohne nennenswerte staatliche Unterstützung. Nachdem ein heftiges Unwetter im Winter 2013 zusätzliche große Schäden anrichtete, schloss sich eine Gruppe von Tierfreunden zusammen unter dem Motto: “Genug ist genug! Das Aussetzen und die schlechten Lebensbedingungen von Tieren müssen kein Schicksal sein.” Mit viel Engagement und neuen Ideen für publikumswirksame Aktionen versuchen die Mitglieder von Amor Rafeiro die Situation für Tiere nachhaltig zu verbessern.

Was steht hinter der Idee eines Mehrzweck-Tierheims?

Das neue Mehrzweck-Tierheim soll sowohl Menschen als auch Tieren zugutekommen. Wir wollen keinen weiteren Abstellplatz für vergessene Tiere schaffen, sondern die Menschen von Almada - Familien, Schulklassen und Bürger - einladen, diesen Ort zu besuchen, mitzugestalten und zu nutzen.

Wie kann dies konkret funktionieren?

Hier einige Ideen für die Interaktion Mensch-Tier:
Körperliche Bewegung mit Tieren: Wer selbst keinen Hund besitzt, kann mit einem der Hunde aus dem Heim zu dessen und seinem eigenen Wohl spazierengehen. Die Hunde des Tierheims werden so trainiert, dass sie problemlos an der Leine gehen.
Sozialhilfe mit Tieren: Seit Januar 2014 besucht eine Strassenhündin einmal pro Woche ein Seniorenwohnheim und bringt so Freude und Streicheleinheiten unter die alten Menschen. Grundsätzlich geht es darum, die ausgesetzten Hunde und Katzen wieder in die Gesellschaft, bzw. in das Umfeld zurückzubringen, an das sie als Haustiere gewöhnt sind. Solche Einsätze sollen im neuen Tierheim gängige Praxis werden.

Und die Katzen? Wie soll das Zusammenleben mit ihnen organisiert werden?

Neben der klassischen Vermittlung an Privathaushalte hat Amor Rafeiro weitere Ideen, um möglichst viele Tiere gut unterzubringen. So können z.B. Katzen und Hunde an Geschäfte, Schulen und Firmen in ruhigen Stadtvierteln vermittelt werden, um die sich dann mehrere Personen kümmern. Auch die Adoption von Katzen durch Seniorenheime wird erwogen. Dies ist vor allem für Katzen ideal, die bereits in einer Familie gelebt haben und ausgesetzt wurden. Diesen Tieren fehlt die Zuwendung, sie brauchen Streicheleinheiten – eine „Win-Win-Situation“ für Mensch und Tier. Auch einige wilde Katzen wurden zahm und haben eine enge Beziehung zu alten Menschen aufgebaut. Sie könnten sich leicht an das Leben im Seniorenheim gewöhnen. Im Übrigen sind es oft ältere Mitbürger, die sich um streunende Katzen kümmern und dafür unser aller Unterstützung verdienen.

Warum sind es nicht die Vereine selbst, die sich um die Verwirklichung des Projekts kümmern? Warum eine dritte Einheit?

Die Vereine sind durch die tägliche Versorgung der Tiere unter den schwierigen Bedingungen voll ausgelastet. Da bleibt kaum Zeit für Aufklärungsarbeit und Tierschutz auf politischer Ebene. Darum kümmert sich die wachsende Zahl von Tierfreunden und Fachleuten von Amor Rafeiro. Um den Tierschutz in der Region auf lange Sicht zu verbessern, suchen wir die Zusammenarbeit mit den Behörden, aber auch den Bürgern. Dazu gehen wir zu den Menschen hin. Mit dabei sind Hunde aus dem Tierheim mit einer Weste, auf der steht: „Adota-me - Adoptier mich!“ Amor Rafeiro besucht Schulen, Altenheime, veranstaltet Straßenfeste und Gassi-Gänge im Rudel. Dies erregt Aufmerksamkeit und erhöht die Chance der Hunde, vermittelt zu werden. Auch beginnen die Menschen ihren Umgang mit Tieren zu überdenken – ein wichtiger Schritt gegen das Aussetzen und für die Kastration. Zusätzlich bemühen wir uns um Partnerschaften.

“Das Aussetzen von Tieren verhindern – Bürger sensibilisieren”

Mit dieser Kampagne will Amor Rafeiro eine flächendeckende Kastration von Katzen und Hunden in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Almada verwirklichen. Das Problem der vielen ausgesetzten Tieren muss gemeinsam von Tierschützern, Bürgern, den Veterinären sowie verantwortlichen Behörden an der Wurzel gepackt werden. Zur Finanzierung der Kampagne wenden wir uns sowohl an private Förderer wie an öffentliche Einrichtungen, die uns mit der notwendigen Ausrüstung und den entsprechenden Mitteln unterstützen können.

Für die Einrichtung des neuen Tierheims braucht Amor Rafeiro auch die Unterstützung der Stadtverwaltung von Almada. Steht bereits ein Terrain in Aussicht?

Die Stadtverwaltung von Almada zeigt sich dialogbereit. Es gab bereits eine Reihe von Treffen, bei denen die Vorschläge von Amor Rafeiro diskutiert wurden. Eine der wichtigsten Fragen ist die Überschreibung eines geeigneten Terrains, das die Behörden in Aussicht gestellt haben. Sobald das Terrain feststeht, werden Architekten und Ingenieure, die sich bei Amor Rafeiro engagieren, konkrete Pläne für das neue Tierheim ausarbeiten.

Ein Mehrzweck-Tierheim kostet viel Geld. Wie sollen die Mittel dafür gesammelt werden?

Amor Rafeiro appelliert an alle Mitbürger der Stadt, an ihre Einsicht und ihren guten Willen. Wenn der Bau des Tierheims in seine konkrete Phase tritt, brauchen wir jegliche Art von Unterstützung, egal ob Geld- oder Sachspenden oder aktive Mithilfe. Deshalb setzen wir weiter auf Sensibilisierung und Aufklärung, vertiefen die existierenden Partnerschaften und suchen neue Partner, beteiligen uns an Initiativen der Stadtverwaltung und betreiben vielfältige Medienarbeit. Zusätzlich bewerben wir uns bei nationalen Ausschreibungen und bemühen uns um Mittel aus dem Ausland. Damit der Traum vom Mehrzweck-Tierheim in Almada bald wahr wird – für Mensch und Tier!

Amor Rafeiro
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Site: amorrafeiro.weebly.com
Facebook: facebook.com/AmorRafeiro

Wenn Sie uns unterstützen möchten, tun Sie dies bitte durch die zwei Partnervereine:

Amigos dos Animais de Almada
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Site: animaisalmada.pt
Facebook: facebook.com/aoaa.almada
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten:
NIB: 0036 0088 99100019335 68
Bank: MONTEPIO GERAL

Onde há gato, não há rato!
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Site: ondehagatonaoharato.wix.com/gato
Facebook: facebook.com/OndeHaGatoNaoHaRato
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten:
NIB: 0036 0229 99100180285 06
Bank: MONTEPIO GERAL
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Horários de Visitas e Adopções: Sábado e Domingo das 10h00m às 13h00m

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